La Rondine
Eine Oper von
Giacomo Puccini
Inszenierung / Co-Bühne
Videodesign / Grafik
Philipp J. Neumann
Bühnen der Stadt Gera
Musikalische Leitung und Klavier: Anna Maria Dukszto / Ausstattung: Petra Linsel / Dramaturgie: Katharina Rosenkranz / Regieassistenz: Conny Poppe / Mit: Franziska Rauch, Nadja Mchantaf, Bernardo Kim, Joan Ribalta, Serge Novique, Johannes Weinhuber, Bernhard Hänsch, Stanimir Stantchev, Konrad Zorn, Eberhard Dunkel, Michael Rieger, Paula Rummel, Katrin Starick, Christina Bock / Opernchor von Theater & Philharmonie Thüringen
La Rondine sollte, so Giacomo Puccini, eine „Reaktion auf die grauenvolle Musik der Gegenwart, auf die Weltkriegsmusik“ werden. Doch ganz im Gegenteil zu einem fröhlichen, lebensbejahenden, gegen Greuel und Trauer ankämpfenden Werk, führt La Rondine vielmehr Unentschlossenheit und Sarkasmus ins Feld und hält obendrein einer selbstgefälligen Aristokratie den schmutzigen Spiegel vor. Eine Commedia ist die Oper nicht. Weder erheitert die Handlung auf Dauer, noch endet das Werk glücklich: die einstige „Prostituierte“ Magda findet in ihrem Ruggero nicht den erträumten Ausweg aus ihrem kaputten Leben…
„Mehr Spielraum gönnte Regisseur Philipp J. Neumann der ‚Schwalbe‘ […]. Ihr zugesellt sind auf der bühnenartigen Bärenfell-Plattform einige höchst zweifelhafte Herren. Deren in weißen Handschuhen der Unschuld steckende Hände grabschten heftigst nach den während einer Massenorgie eingesetzten Erotikdummies. Inmitten dieser perversen Eleganz sang das Geraer Ensemble sehr anständig […].“
Thüringer Allgemeine, November 2008